MAX31855 zum Auslesen eines Typ-K-Thermoelements mit Kaltstellenkompensation
MAX31855 zum Auslesen eines Typ-K-Thermoelements mit Kaltstellenkompensation
Der MAX31855KASA+ integriert Verstärkung, Kaltstellenmessung, Linearisierung, Wandlung und eine reine SPI-kompatible Leseausgabe für ein Typ-K-Thermoelement. Das K bezeichnet die Thermoelementkennlinie; das Bauteil sitzt in einem schmalen 8-poligen SO-Gehäuse. 14 Bit sind die Ergebnisbreite, nicht die Pinzahl.
Ein Thermoelement misst die Differenz zwischen Messstelle und Referenzstelle, an der die Legierungsdrähte auf Kupfer treffen. Der Wandler erfasst seine lokale Temperatur für die Kompensation. Klemme, Kupferübergänge und IC müssen deshalb einen beherrschten thermischen Bereich bilden.
Der Baustein liefert ein vorzeichenbehaftetes 14-Bit-Ergebnis mit 0,25°C Auflösung sowie Erkennung für Unterbrechung und Kurzschluss. Falsche Legierung, vertauschte Polarität, lokale Erwärmung, Schirmströme, Einstreuung und Temperaturgradienten bleiben Aufgaben des Designs.

Typ-K-Variante und 8-poliges SO wählen
MAX31855KASA+ bleibt vollständig in Schaltplan, Stückliste, Eingangskontrolle und Softwarekonfiguration erhalten. Andere Suffixe können mechanisch passen und dennoch die falsche Thermoelementkennlinie verwenden. Das Gehäuse hat vier Anschlüsse je Längsseite.
Messstelle und Referenzstelle verstehen
Die Verbindung der unterschiedlichen Metalle an der Sonde bildet die Messstelle. Ihre Übergänge auf Kupfer bilden die Referenzstelle. Die Spannung hängt von beiden Temperaturen ab; die Kaltstellenkompensation bezieht das Ergebnis rechnerisch auf 0°C.
Einen isothermen Klemmenbereich schaffen
Der MAX31855 liegt nahe an der Klemme, T+ und T- erhalten symmetrische Kupfer- und Wärmepfade. Regler, Prozessoren, Leistungswiderstände, Luftstrahlen und Gehäusewärmebrücken bleiben fern. Ein Gradient an der Klemme wird direkt zum Messfehler.
Die Typ-K-Legierung bis zum Kupferübergang führen
Verlängerungsleitung und Steckverbinder erhalten die Typ-K-Materialien. Gewöhnliche Kupferzwischenstücke erzeugen in einem Temperaturgradienten zusätzliche Übergänge. Falls Kupfer nötig ist, liegen beide Übergänge eng zusammen und bei gleicher Temperatur. Die Polarität wird durch Erwärmen geprüft.
Versorgung und Abblockung korrekt auslegen
Der Betriebsbereich beträgt 3,0 V bis 3,6 V. Der Abblockkondensator sitzt direkt an VCC und GND, und der Host akzeptiert den zugehörigen Logikpegel. Schaltreglerkreise, Relaisströme und Schirmtransienten dürfen nicht durch die Kaltstellenmasse fließen.
Die zulässige Eingangsverschaltung einhalten
T+ und T- gehören zu einem intern vorgespannten Eingang und werden nicht beliebig an Platinenmasse gelegt. Eine geerdete Messspitze an einer Maschine kann Fehlerflags oder Eingangsströme erzeugen. Erdung und Gleichtakt werden mit der realen Installation geprüft.
Kabelstörungen symmetrisch filtern
Lange Thermoelementleitungen nehmen Netz-, Motor- und HF-Störungen auf. Das Paar wird verdrillt, von Schaltknoten getrennt und auf beiden Seiten gleich gefiltert. Unsymmetrische Widerstände oder Kapazitäten wandeln Gleichtakt in Differenzfehler. Der Schirm folgt dem Gehäusekonzept.

Die Aktualisierung an die Wandlungszeit anpassen
Die maximale Wandlungszeit beträgt 100 ms. Schnelleres SPI-Lesen beschleunigt die Messung nicht. Abfrage, Zeitstempel und Mittelung berücksichtigen auch die deutlich langsamere thermische Reaktion einer ummantelten Sonde und die zulässige Alarmverzögerung.
Das vollständige 32-Bit-Wort lesen
Der Rahmen enthält ein vorzeichenbehaftetes 14-Bit-Thermoelementfeld mit 0,25°C je LSB, die interne Kaltstellentemperatur und Fehlerbits. Alle 32 Bit werden unter einem Chip-Select gelesen und als Rohwert für Diagnose und Prüfung gespeichert.
Negative Werte korrekt vorzeichenerweitern
Beide Temperaturfelder verwenden Zweierkomplement. Zuerst wird im jeweiligen Feld auf das Zielwort vorzeichenerweitert, dann skaliert. Tests umfassen Werte knapp unter 0°C und den negativen Nutzbereich, damit aus Kälte kein großer positiver Wert wird.
Fehler vor Temperaturdaten auswerten
Bei Unterbrechung, Kurzschluss gegen GND oder VCC ist das Temperaturfeld kein gültiger Prozesswert. Rohwort, Fehlerart, Kaltstellentemperatur und Zeit werden protokolliert. Entprellung und Wiederanlauf sind je Fehler definiert, ohne alte Werte unmarkiert weiterzugeben.
Klemme und Kupfer als Thermosystem behandeln
Beide Legierungs-Kupfer-Übergänge liegen dicht beieinander und bei gleicher Temperatur. Eine Eingangsleitung darf nicht an einer Wärmequelle vorbeilaufen. Klemmdrehmoment, Drahtvorbereitung, Flussmittelreste und Korrosion beeinflussen die langfristige Mikrovoltmessung.
Auflösung und Systemgenauigkeit trennen
0,25°C ist die Codeschrittweite, nicht die zugesicherte Gesamtgenauigkeit. Sondentoleranz, Homogenität, Kaltstellengradient, Wandler, Störung, Referenz und thermische Verzögerung bilden das Budget. Auflösung, Genauigkeit und Reaktionszeit werden getrennt angegeben.
Dynamisches Wärmeverhalten prüfen
Bei Temperaturänderungen werden Messwert, Kaltstellenfeld und unabhängige Referenz gemeinsam aufgezeichnet. Mit konstanter Messstelle werden benachbarte Lasten geschaltet; korrelierte Änderungen weisen auf thermische oder elektrische Kopplung hin.
Diagnose und Fertigungstest aufbauen
Vollständiger Suffix, 8-poliges Gehäuse, Strom, SPI, Kaltstellenplausibilität und alle drei Fehler werden geprüft. Die Vorrichtung verwendet passende Legierungsleitungen und einen isothermen Anschluss. Das 32-Bit-Rohwort bleibt Teil des Prüfprotokolls.
Den MAX31855-Kanal abschließen
Zu bestätigen sind Typ K, Polarität, 8-poliges SO, 3,0 V bis 3,6 V, Abblockung, isotherme Klemme, Erdungsbedingung, symmetrisches Filter, Schirm und Logikpegel. Danach folgen Wandlungszeit, Vorzeichen, Fehler, veraltete Daten und thermische Qualifikation.
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